Meine Kolumne "Philosophische Sentenz des Monats" auf der kommerziellen Website "Geschenke aus den Museen der Welt".
Aphorismen + Sentenzen von 2005


museumsart Kolumne

Helmut Hille
Philosophische Sentenzen 2005
Mensch und Wahrheit
15.01.2005

ZEIT UND SEIN - Tagungsbeiträge
(1) Poster:
Mensch und Wahrheit. Aus der Werkstatt des Philosophen

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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Mensch und Irrtum
15.03.2005

Irren ist menschlich.
Sich einen Irrtum einzugestehen übermenschlich.
Intersubjektive Wahrheiten sind von intersubjektiven Irrtümern nicht zu unterscheiden.
Eine Theorie, die nichts Reales zum Gegenstand hat, kann an der Realität auch nicht scheitern.
Durch das Urteilen anhand sorgfältig abgeklärter Kriterien werden wir geistig Herr im eigenen Haus.
Ohne sie haben wir nur Meinungen und bleiben deren Gefangener.

Ich rede auch mit Tieren.
Das sind wohl auch nur Selbstgespräche.
Doch verstehen Tiere die Körpersprache wahrscheinlich besser als ich,
haben doch vor allem wir Männer verlernt, auf sie zu achten.
Vernünftig scheint uns der, der die Dinge des Lebens so sieht wie man selbst.*
Auf der Suche nach der Wahrheit schafft sich der Mensch die Wahrheit, die er sucht.*
* Spruch von Günther Faust

Zum Weiterlesen:
WEGE DES DENKENS - L. Literarisches
(L10) 40 Sprüche von Günther Faust
http://www.helmut-hille.de/sprueche.html


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Mensch und Opportunismus
15.04.2005

Ob es uns gefällt oder nicht, wir sind die Nachkommen von Opportunisten.*
Für das Überleben genügt es zu wissen, was die Dinge für uns sind: Freund oder Feind, Beute oder Sexualpartner.
Das Weltbild mancher Menschen ist noch einfacher: ihnen sind Freunde und Sexualpartner auch nur Beute.
Es ist stets leichter, Irrtümer zu bedienen, als sie aufzuklären.
Die Dinge sind eben für uns nicht das, was sie sind, sondern das, was wir aus ihnen machen.
Das ist auch eine Art Opportunismus.
* Spruch von Günther Faust

Zum Weiterlesen:
WEGE DES DENKENS - L. Literarisches
(L10) 40 Sprüche von Günther Faust
http://www.helmut-hille.de/sprueche.html


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Mensch und Liebe
15.05.2005

Das Geheimnis der Liebe: Wenn Dolores mir lächelt, dann lächelt mir das Universum.
Liebe ist die Sehnsucht nach Ganzheit. (Platon)
Warum ist Glück so flüchtig? Es wäre wohl sonst kein Glück.
Das bleibt für mich eine der "ewigen" irrationalen Wahrheiten: schwarzhaarige Frauen stechen ins Auge, blonde ins Herz.
Blondinenwitze sind die Rache der Schwarzhaarigen.
Wenn du zum Weibe gehst, vergiss nicht Geld einzustecken.*
*Spruch von Günther Faust

Zum Weiterlesen:
WEGE DES DENKENS - III. Die Hervorbringung des Menschlichen
(III/9) "Grundlagen einer holistischen Ethik"
http://www.helmut-hille.de/ethik.html


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Ins Bodenlose denken lernen
15.06.2005

WEGE DES DENKENS - I. Rationale Grundlagen der Physik
die gleichnamige Datei (I/C6)

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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Durch was wird ein Urteil gerecht? I
15.07.2005

Das Bildnis der römischen Göttin Justitia, deren Augen verbunden sind, die in der linken Hand die Waage, in der rechten das Schwert hält, verkörpert das, was die Gerechtigkeit ausmacht. Und was macht die Gerechtigkeit aus? Durch was wird ein Urteil gerecht? Da ist einmal der Wissensgewinn durch das Abwägen der be- und entlastenden Beweise und Aussagen der Beweisaufnahme, sodann das Abwägen von Schuld und Recht anhand der dem Richter bekannten Gesetzeslage, dessen Ergebnis ein gerechtes Urteil zu sein hat. Und wie macht die Göttin das? Sie macht es mit verbundenen Augen – also blind! Das Urteilen ist also ein rein geistiger Vorgang, der durch das Abwägen des relevanten Wissens ein Ergebnis gewinnt. So steht Justitia nicht für eine absolute Wahrheit des Urteils, sondern für eine Wahrheit, die zu erkennen dem Menschen anhand seines Wissens möglich ist. Auch der Sachverständige, der vom Gericht vereidigt wird, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen, ist nicht im Besitz einer absoluten Wahrheit, sondern er macht seine Aussagen bestenfalls auf Grund des letzten Standes der Erkenntnisse seines Fachs. Das genügt dem Gericht in seiner Weisheit, d. h. im Wissen um die Grenzen menschlichen Wissens, mit denen es täglich selbst zu kämpfen hat. So steht Justitia letztlich für die menschliche Urteilsfähigkeit überhaupt, was die lange und anhaltende Tradition des positiven Rechts zwanglos erklärt. Jeder Wahrheitstheoretiker sollte diese lange Tradition und das bekannte Bildnis der Justitia bedenken. Sonst ist er nicht weise, d. h. wissend um die Grenzen menschlichen Wissens und Erkennens. Wer glaubt, er urteile unbefangen ohne verbundene Augen auf die Dinge sehend, über die er urteilt, unterliegt immer schon einer Illusion.

Fortsetzung folgt


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Durch was wird ein Urteil gerecht? II
15.08.2005

Alles Urteilen hängt von unserem Wissen und den verwendeten Prämissen ab, die im Rechtswesen die Gesetze und die Urteile oberer Instanzen zu Präzedenzfällen sind. Aber es ist sicher leider auch wahr, dass zum nicht geringen Teil menschliche Urteile ebenso vom Zeitgeist und von Interessen und Absichten des Urteilenden beeinflusst werden, auch wenn ihm das selbst nicht immer klar ist. Doch bleibt als Einsicht: Im Streben nach der Gerechtigkeit jeglicher Art von Urteilen können wir immer nur die dem Menschen mögliche Wahrheit gewinnen, die wir im illusorischen Streben nach einer absoluten Wahrheit immer verfehlen. Menschliche Urteile können bestenfalls als "vernünftig" bezeichnet werden, wenn sie denn "gerecht" sind, denn die Vernunft ist des Menschen höchstes Vermögen, vor Gericht ebenso wie im Leben und in der Wissenschaft. Darum ist der Rat "(ver)urteile nicht, auf dass du nicht verurteilt wirst" sicher einer der besten. Denn ein Fehlurteil ist niemals ganz auszuschließen, weil z. B. selten alle Fakten bekannt sind. Darum sollten Menschen auch keine Todesurteile fällen, schon weil sie ein nicht zu korrigierendes Ergebnis schaffen würden.

Fortsetzung folgt


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Durch was wird ein Urteil gerecht? III
15.09.2005

Ganz allgemein ist festzustellen: das erkennende System ist die Waage der Welt. Das heißt auch: Die Welt, mit der wir geistig und gefühlsmäßig umgehen, gehört zu uns selbst. Sie ist die Welt, die wir uns mental auf unsere Bedürfnisse hin angeeignet haben. So ergibt sich als Aufgabe, am Wissen und an den Gefühlen ebenso zu arbeiten wie an den verwendeten Prämissen und nicht zuletzt genauso an unserer mentalen Sensibilität. "Wahrheit" hat viel mit der Feinfühligkeit zu tun, wie sie durch das Fingerspitzengefühl verkörpert wird: sie ist die Ausgewogenheit einer Aussage vor dem Hintergrund unseres Wissens. Wer möchte da nicht auch an Sokrates denken, der auf die Agora ging, um im Dialog an dieser Sensibilität zu arbeiten: an seiner eigenen und der der anderen. Wenn Menschen den Eindruck haben, dass ein Gleichgewicht zwischen dem Gewussten und Gesagten besteht, sind sie geneigt, dies als "wahr" (gerecht) zu empfinden. Diese Wahrheit = Übereinstimmung ist es, die wir immer suchen und deren Erreichung unsere Zufriedenheit ausmacht! Und es ist eine überprüfbare Wahrheit. Nur das genaue Bedenken unserer kognitiven Fähigkeit kann uns Hinweise auf den Wert von Aussagen geben. >

Zum Weiterlesen:
ZEIT UND SEIN - Texte in Versform
[4] Welche Wahrheit hätten Sie denn gern?
http://www.helmut-hille-philosophie.de/wahrheit.html


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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Zelle und Monade
15.10.2005

ZEIT UND SEIN - Texte in Versform
der gleichnamige Text [20]

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Helmut Hille
Aphorismen + Sentenzen 2005
Der Ursprung von Raum und Zeit
15.12.2005

ZEIT UND SEIN - Texte in Versform
der gleichnamige Text [18]

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