70. Jahrestagung der DPG 2006 / Uni Dortmund
Referat vor dem Arbeitskreis Philosophie der Physik (AK Phil) 11.2 am 30. März 2006
Die vor und ggf. während des Vortrags und der Diskussion projizierten Folien



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1        


Über das Selbst-Verständliche als Grundlage jeder Theorie


Themen

Der Sinn von Sein  (2)

Selbst-Verständliches als Grundlage allen Verstehens  (3)

Die Quelle der Ideen  (4)

Wie wir uns selbst verständlich werden  (5)




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2     


Der Sinn von Sein


Heideggers Frage

"Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr nichts?"

hat keinen Sinn,

verfehlt vielmehr den Sinn von Sein als das Selbst-Verständliche.

Die Kosmen kommen und gehen, doch die Energie, das Universum bleibt.




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3    


Selbst-Verständliches als Grundlage allen Verstehens


So hat Newton lauter Selbst-Verständlichkeiten entdeckt,

weshalb seine Mechanik auch "klassisch" heißt

und sie eine unverzichtbare Grundlage der Verständigung ist,

gerade auch über die Besonderheiten der Quantenmechanik,

wie Niels Bohr klar erkannte.




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4    


Die Quelle der Ideen


Ideen sind keine Naturprodukte.

Daher bleibt die Aufgabe, sich ihrer Vernünftigkeit zu vergewissern,

will man sich nicht der Gefahr aussetzen, Phantomen nachzujagen

und sich so zum Narren zu machen.


Nur Selbst-Verständliches verhilft uns, etwas wirklich zu verstehen.

Und das Prinzip der Nichtwillkürlichkeit als Kriterium

ist der Fels in der Brandung heranstürmender Ideen.




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5    


Wie wir uns selbst verständlich werden


Mit Selbst-Verständlichen beginnend können wir hoffen,

verständigen Mitmenschen uns verständlich zu machen.


Begreifend, was das Selbst-Verständliche ist

und wie sehr wir als geistig-rationale Wesen seiner bedürfen

und uns in ihm finden,

werden wir uns selbst verständlich.


Helmut Hille




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