DPG-Frühjahrstagung 2019 / Technische Universität München
      Arbeitsgruppe Philosophie der Physik (AGPhil) 1.3 Mo 18.03.2019 15:00 Hörsaal 10
      gebeamt


"Wenn ihr nicht mir sondern der Weltvernunft euer Ohr öffnet,

dann ist es weise, dem Gedanken zuzustimmen,

dass alles ein Einziges ist.

Diesem Logos gegenüber, der doch ewig ist, verhalten sich die Menschen

ohne Verständnis,

gleichgültig ob sie es noch nicht erfahren oder ob sie es wirklich vernommen haben."

Heraklit (ca. 544 - 484 v.d.Z.)


"Diese Einheit ist keine bloß formale oder statische, sondern wird als real gegebene in ununterbrochener Aktivität befindliche, alles verwaltende und bestimmende Instanz und
oberstes, allgegenwärtiges Prinzip vorgestellt."

Jaap Mansfeld in der Erläuterung der Fragmente Heraklits (Reclam, Die Vorsokratiker I)

Genau dies besagt meine Sicht der Gravitation als ein kosmologisch aktives Phänomen der Verschränkung
Helmut Hille


Parmenides, ein Zeitgenosse Heraklits gleichsinnig:
"Das Sein ist ... je zusammen alles, als EINES zusammenhaltend."



Peter Janisch 2009 (2)
"Sprachvergessenheit ist zum Kennzeichen der Naturwissenschaften geworden."
Wo das Geistige nicht geachtet wird, achtet man auch nicht auf die Sprache.

"Sprachkritik ist die wichtigste Aufgabe, die die theoretische Philosophie heute übernehmen kann."

Werden Begriffe sachlich richtig verwendet sowie die Rolle des Beobachters berücksichtigt,
dann verschwinden die meisten Probleme, die Physiker heute haben,
"denn die Unordnung ist zuerst im Denken."
Ganz schlimm: Unsichtbares wie Gravitation und Zeit bildhaft "erklären" zu wollen - liegt völlig daneben
oder von Parallel- oder Multiuniversen zu sprechen - Universum bedeutet das ALL-EINE!
Aber natürlich kann es weitere Kosmen im Universum geben! Aber wir werden es nie wissen.

Ingeborg Bachmann
"Die Wahrheit ist in der richtigen Verwendung der Sprache zu finden."


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