DPG-Frühjahrstagung der Sektion Materie und Kosmos (SMuK) 2019 Technische Universität München  (mein ehemal. Arbeitsplatz)


Neurophilosophie und Physik


Meine Relativitätstheorie:
Alle Erkenntnis ist und gilt relativ zu dem Erkenntnismittel.


Abstract   "Ihre Anmeldung wurde erfolgreich in die Konferenzdatenbank eingetragen"

"Wer nur Chemie versteht, versteht auch die nicht recht" schrieb Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799). Das gilt natürlich auch für die Physik. Man muss als theoretischer Physiker auch einiges von Philosophie verstehen. Darum gibt es in der DPG die Arbeitsgruppe Philosophie der Physik. Aber wer nur Philosophie versteht, versteht auch die nicht recht. Man sollte auch wissen, wie das Gehirn funktioniert. Erst die Verbindung von Ergebnissen der Hirnforschung mit philosophischen Fragestellungen, die Neurophilosophie, schafft Einsicht in die Bedeutung der verwendeten Begriffe. Es gilt z.B. zu fragen, wodurch wir von Zeit und Bewegung wissen. Beides sind Impressionen, die uns durch das Gedächtnis geschenkt werden und nur dort existieren! Erst die Verbindung von nacheinander im Hirn eintreffenden Sinneseindrücken erzeugt alle Erlebnisse zeitlicher Art. Ohne die Leistungen des Gedächtnisses wüssten wir aber nicht nur nichts vom zeitlichen Geschehen in der Welt, sondern gäbe es auch keine Sprache und keine Melodien, was unser Menschsein ausmacht, sondern nur unverbundene sinnlose Einzeleindrücke, die sofort wieder verschwinden. Wer sein Gedächtnis verliert, verliert auch alles spezifisch Menschliche, weshalb die Leistung des Gedächtnisses und damit die Rolle des Beobachters nicht überschätzt werden kann.


Langtext hier nach dem Vortrag
Themen s. Projektion


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